Home Schutz vor Schimmel
23 | 02 | 2012

Ein luftdichtes Gebäude schütz vor Schimmel

Immer wieder ist zu hören, dass ein Haus gar nicht luftdicht sein darf. Als Argument wird oft die Schimmelbildung angeführt. Das ist jedoch nicht richtig. Tatsache ist, dass neben der Energieeinsparung die Schimmelvermeidung ein weiterer großer Vorteil der Luftdichtigkeit ist. Unsere Baumaterialien und unsere Art zu bauen haben sich im Vergleich zu früher gravierend geändert. Wir haben heute keine Eisblumen mehr am Fenster, und Kellerräume, die so feucht sind, dass dort die Kartoffeln keimen, will auch keiner mehr akzeptieren. Aber weil das so ist, dass unsere Häuser immer wärmer und zwangsweise entsprechend dichter werden, wird es umso wichtiger,
dass die vorhandene feucht warme Zimmerluft
gezielt durchs Fenster abgelüftet wird. Wer sich hingegen auf die .natürliche Lüftung. von Ritzen, Löchern und anderen Undichtigkeiten verlässt, geht ein hohes Risiko ein. Der Dämmstoff an der Fassade wird von außen durch eine Winddichtung wie Putz oder Klinker vor Nässe und Wind abgeschottet. Auf der Rauminnenseite wird eine Luftdichtungsebene angebracht, um zu verhindern, dass warme Innenraumluft durch die Dämmung entweicht und Raumfeuchtigkeit in der Dämmschicht kondensiert (Konvektionsschutz)

Wärme fließt immer von der warmen zur kalten Seite. Im Winter bedeutet das, dass

warme Luft von Innen durch Undichtigkeiten nach außen strömt.

Warme Raumluft bei 20 °C und 50 % Feuchte enthält ca. 7,3 g Wasserdampf je kg Luft.
Der Luftstrom
durch eine 1 mm breie Fuge, de von einer geringen Druckdifferenz zwischen innen und außen getrieben wird, transortiert rund 360 g Wasser pro Tag und Meter Fugenlänge

nach außen durch das Bauteil. Auf dem Weg durch das Bauteil sinkt die Temperatur nun bis auf Außentemperatur (z.B. 0°C) ab. Wird in der Fuge die Taupunkt-Temperatur unterschritten, fallen dort erhebliche Mengen an Tauwasser an. Ideale Voraussetzungen für Schimmelbildung.

Ein luftdichtes Gebäude ist leiser Leckagen lassen nicht nur warme Luft aus dem Gebäude entweichen, sondern wirken auch als Luftschallbrücke. Schallwellen werden durch Luftschwingungen übertragen. Je weniger die in Schwingungen gebrachte Luft von einem Raum zum nächsten gelangen kann, um so weniger ist letzt endlich der Schall (das Geräusch) zu hören.